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Antifaschismus Substantiv, Maskulinum, Schlagwort und Kampfbegriff des Stalinismus. Sammelbezeichnung aller linken Bestrebungen, aktiv gegen alle faschistischen und nationalsozialistischen Organisationen vorzugehen und diese zu bekämpfen. Antifaschismus bezeichnet also die ideologisch-politische Gegnerschaft gegen den Faschismus und Nationalsozialismus. In den 1930er und 1940er-Jahren war der Antifaschismus der Minimalkonsens, auf den sich die damaligen marxistischen Organisationen hatten einigen können. Beiwort ist antifaschistisch.

Chronik

1930–1945

Antifaschismus tauchte erstmals in den 1930er-Jahren innerhalb der Kommunistischen Internationalen (Komintern) auf, als die Kommunisten auf eine Volksfrontstrategie setzten und bemüht waren, auch nicht kommunistische Organisationen auf ihre Seite zu bekommen. Ausgeschlossen waren dabei jedoch die Sozialdemokraten, denen man einen Sozialfaschismus unterstellte, das heißt, dass sich beispielsweise die SPD im damaligen Deutschen Reich mit der NSDAP arrangiert hätte und nur formaljuristischen Widerstand leisten würde.

1945–1990

Nach dem De-facto-Ende des II. Weltkrieges (1939–1945) wurde der Begriff Antifaschismus ab 1949 zentrale Staatsdoktrin der Deutschen Demokratischen Republik (DDR), da bereits 1948 die Entnazifizierung auf dem Gebiet der späteren DDR für abgeschlossen erklärt wurde. Die „guten Deutschen“ lebten gemäß damaliger Auffassung alle in der DDR, die „bösen Deutschen“ in der Bundesrepublik Deutschland, der man unterstellte, sie paktiere als kapitalistisches Gesellschaftssystem mit den „Hitlerfaschisten“ der westdeutschen Wirtschaft. So galt die Berliner Mauer (1961–1989) offiziell als „antifaschistischer Schutzwall“.

1990–heute

Nach der staatlichen Verschmelzung beider deutschen Teilstaaten (3. Oktober 1990) bekam der Begriff Antifaschismus eine Bedeutungsänderung: Er wurde zur losen Worthülle der politischen Linken, wenn es ging, angebliche nationalistische, fremden- und ausländerfeindliche Bestrebungen zu bekämpfen. Darüber galt es nun in den Augen der radikalen und extremen Linken als „faschistisch“, wenn sich konservative Bürger gegen die Genderpolitik aussprachen und sich nicht positiv zu bundesdeutschen Hilfen bei gegenwärtigen humanen Krisen aussprachen. So gilt in den Augen der meisten Antifaschisten die Feststellung, dass etwa neunundneunzig Prozent der Flüchtlinge, die seit September 2015 nach Deutschland gelangten, per Definition keine Flüchtlinge, sondern schlicht Wirtschaftsmigranten seien, als faschistoid und rassistisch. Dabei ist die Feststellung, dass unter den Asylbewerbern und Schutzbedürftigen die Anerkennungsquote nur bei etwa einem Prozent liegt, richtig. Das heißt, dass von einhundert Antragsstellern rund fünfundneunzig abgelehnt und etwa vier Prozent nur geduldet werden.

Faschistisch“ im Sinne des heutigen Antifaschismus, der auch von der Bundesregierung sowie der Länderregierungen als auch von den Mainstream-Medien wie Rundfunkanstalten (Radio und Fernsehen) und Printmedien (Zeitungen) als auch von den digitalen Medien und Künstlern vertreten wird, ist alles, was nicht politisch korrekt ist; damit ist der Begriff ohne eindeutigen Inhalt, da er zu jeder passenden Situation neu definiert werden kann. Dabei ist zu beobachten, dass sich insbesondere die Antifa für die Einschränkung der Versammlungs- und der Meinungsfreiheit all jener einsetzen, denen sie unterstellt, „rassistisch“, „nationalistisch“, „völkisch-deutschnational“, „antisemitisch“ und „minderheitenfeindlich“ sowie „fremden- und ausländerfeindlich“ zu sein. Dabei wird von ihnen Gewalt als politisches Mittel zum Zweck nicht ausgeschlossen, sondern aktiv angewandt. Dabei ist zu beobachten, dass sich die Antifa zu Rotten (vier bis acht Mann) zusammenschließen und sich aus der Masse einer, von ihnen als „faschistisch“ eingestuften, Demonstration einen (in Ziffern 1) „Gegner“, der ihnen körperlich unterlegen ist, herausselektieren, diesen von den übrigen Demonstranten isolieren und teilweise mit Waffen niederschlagen und verprügeln; weitreichende körperliche Nachfolgeschäden bis zum Todesfall werden von diesen autonomen Aktivisten bewusst in Kauf genommen. Daher werden sie auch vielfach als „rot-lackierte SA“ bezeichnet, da sie sich genau jener Methoden bedienen, die in den 1920er und 1930er-Jahren Kennzeichen der nationalsozialistischen SA und SS waren.

Siehe auch

  • Antifa

Quellen

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