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Attila-Khan, Attila-Chan, (400?–453), turkomongolischer Herrscher (Khan) und Feldherr zur Zeit der Völkerwanderung.

434–444/45 Mitherrscher des asiatischen Reitervolkes der Hunnen, die sich aus prototürkischen und protomongolischen Nomadenstämmen zusammensetzten, in deren Gefolge jedoch auch zahlreiche indogermanische Völkerschaften vertreten waren. Über deren Sprache ist nichts Genaueres bekannt, vereinzelt wurden und werden die Hunnen als „turk-/türkischsprachig“ bezeichnet, sodass davon ausgegangen werden muss, das deren Adels- bzw. Führungsschicht durchaus durch frühe türkische Völker (Hsiung-nu?) gebildet wurde.

Ab 445 durch Ermordung seines Bruders Bleda Alleinherrscher der Hunnen und als „König Etzel“ in die Nibelungensage eingegangen. Damaliges Machtzentrum der Hunnen lag in der Pannonischen Tiefebene, einer osteuropäischen Landschaft, die der zentralasiatischen Heimat der Hunnen am nächsten kam.

Attila-Khan führte im 5. Jahrhundert mehrere Feld- und Raubzüge quer durch Europa. So auch gegen das West- und Oströmische Reich. Wurde bei der Schlacht auf den Katalaunischen Feldern vernichtend geschlagen, zog sich nach Pannonien zurück und verstarb dort in der Hochzeitsnacht mit seiner Nebenfrau Ildico, die wohl germanisch-burgundischer Herkunft war.

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